Jenny’s Blog

Balkonbespannung

12. April 2011

Es gibt Situationen im Leben, an denen scheint das Gehirn des Menschen auszusetzen. Beim Trinken beispielsweise: Man beginnt den Abend gemütlich mit einem Glas Rotwein, zu dem man sich verabredet hat. Als es leer ist und man auf die Uhr schaut, ist noch genügend Zeit, um auch ein zweites zu trinken, womit bei zwei Leuten, vier Gläser weg sind. Bei meinen Glasgrößen ist das eine Flasche. Danach könnte man zwar aufhören, aber da der kubanische Rum nicht weit ist und auch noch brauner Zucker und Limetten da sind, gibt es Cocktails. … Und so steigert sich das, bis man früh um sieben feststellt, dass man in 30 Minuten arbeiten muss. Naja… passiert. Das Hirn setzte eben aus.

Gleiches passiert auch bei Menschen, die eine bereits eingerichtete Wohnung haben und in ein Einrichtungshaus gehen: Das Hirn setzt aus. Einen anderen Grund kann(!) es nicht geben, sich Gartenmöbel zu kaufen, wenn man nur einen Balkon hat. Ja, richtig: Gartenmöbel auf dem Balkon. Um Peter Lustig zu zitieren: „Klingt komisch, ist aber so.“

Jedenfalls ging mir das genauso: Ich brauchte Lampen. Womit verließ ich das Möbelhaus? – Richtig! Sonnensegel für den Balkon. (Ha! Reingefallen! Balkonbespannung hab ich doch schon!) – Nein! – Mit Gartenmöbeln aus Akazie in einem angenehmen Braunton. Braucht niemand! Ich schon gar nicht. Es hätten auch die Billigklappstühle aus Plastik von Aldi getan, aber nein, der Herr musste ja unbedingt die guten Sachen kaufen. Völliger Blödsinn, wenn man es richtig bedenkt, aber irgendwie sitze ich zu gern bequem auf dem Balkon. Vor allem im Sommer.

Eigentlich hätte ich einen neuen PC gebraucht. Aber was will man machen!? - Manchmal geht Comfort vor Technik. Immerhin hab ich ja noch ein Netbook. Das reicht für’s erste auch.



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